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Tipps für den Brautkleider-Kauf

Im Mittelpunkt einer jeden Hochzeit steht die Braut mit ihrem Kleid. Manche Frauen haben schon als kleines Mädchen von dem Kleid geträumt, mit dem sie eines Tages vor den Altar treten werden. Schließlich ist das nicht nur irgendein Ballkleid, sondern das Kleid für den wichtigsten und romantischsten Tag im Leben.

Erste Überlegungen zum Brautkleidkauf

Wie sollt ihr also vorgehen beim Kauf des wichtigsten Kleidungsstücks eures Lebens? Habt ihr schon seit eurer Kindheit eine genaue Vorstellung, wie das Kleid aller Kleider aussehen soll?

Wenn nicht, macht euch zunächst ein paar Gedanken, bevor ihr mit Trauzeugin, Mama und Co. loszieht:

1. Welche Farbe soll das Kleid haben?

Es gibt verschiedene Weißtöne, aber auch komplett farbige Brautkleider oder Brautkleider mit farbigem Saum (Dip-Dye) sind möglich.

2. Soll es ein pompöses Prinzessinnenkleid sein, ein eher schlichtes, elegantes Stück oder etwas ganz Ausgefallenes? Hier kommt es ganz auf den persönlichen Stil an, schließlich soll das Kleid zu euch passen.
Mehr dazu lest ihr in unserem Artikel: „Brautkleid – Formen, Schnitte und Accessoireauswahl“. Inspirationen zu den angesagten Spitzenkleidern haben wir im Artikel  „Brautkleider mit Spitze – Beispiele aus verschiedenen Designer-Kollektionen“ für euch.

Brautkleider: Formen und Schnitte
© robert – Fotolia

3. Wie viel wollt oder könnt ihr maximal ausgeben? Man kann schon für 400-500 Euro ein wunderschönes Kleid bekommen, aber auch gut und gerne mehrere tausend Euro ausgeben, nach oben gibt es kaum Grenzen. Bedenkt, dass noch Zubehör wie Kopfschmuck (Schleier, Hut, Diadem o.ä.), Schuhe, Strümpfe, Schmuck, Täschchen etc. dazukommen. Gegebenenfalls kommt ein Hochzeitskredit für die Erfüllung eurer Träume in Frage.

Blättert am besten ein bisschen in Zeitschriften und Katalogen von Brautmodenstudios oder surft ein wenig im Internet. In unserem Blogartikel „Designer-Brautkleider: Lieblingsstücke“ präsentieren wir euch zum Beispiel eine schöne, abwechslungsreiche Bildergalerie. Oder ihr stöbert schon mal online, etwa bei den Brautkleidern im Onlineshop Wunsch-Brautkleid.de.

Hier findet ihr noch ein Video zu den aktuellen Brautleidertrends: 

 

Ihr werdet schnell merken, was euch gefällt und was nicht. Wenn ihr schon eine grobe Vorstellung habt, kann die Verkäuferin im Brautmodengeschäft viel gezielter Modelle zum Anprobieren auswählen.

Spaß macht es aber natürlich auch, sich durch alle Variationsmöglichkeiten durchzuprobieren.

Habt ihr euch für ein Brautmodengeschäft entschieden? Dann solltet ihr dort auf jeden Fall einen Termin zur Anprobe ausmachen – nur so habt ihr die Gewissheit, dass die Verkäuferin Zeit hat und sich voll und ganz auf euch konzentrieren kann.

In unserem Blog lest ihr mehr über die Suche nach dem Traum-Brautkleid in 3 Schritten.

Brautkleidkauf – Jetzt geht’s los

Wer kommt mit?

Tipps für den Brautkleidkauf
© by R.-Andreas Klein – Fotolia

Überlegt zunächst, wen ihr mitnehmen wollt. Nach der Tradition, darf der Bräutigam auf keinen Fall mit, er soll das Kleid ja erst am Hochzeitstag zu Gesicht bekommen. Wenn ihr aber nichts von dieser Tradition haltet und euren Liebsten mit entscheiden lassen wollt, ist das natürlich ganz allein eure Sache.

Ihr solltet auf jeden Fall jemanden mitnehmen, den ihr gut kennt und auf dessen ehrliches Urteil ihr vertrauen könnt. Mutter, Schwester oder beste Freundin ist sicher eine gute Wahl.

Achtet darauf, nicht zuviel Make-Up zu verwenden – die Verkäuferinnen sehen Schminkränder auf den weißen Kleidern verständlicherweise nicht so gerne.

Wann soll ich das Kleid kaufen?

Denkt rechtzeitig an den Kauf des Brautkleides. Es dürfen gerne 6 bis 8 Monate vor der Hochzeit sein.

Wenn ihr beim ersten Versuch nichts Passendes findet, haben ihr so immer noch die Chance, ein zweites Mal loszuziehen – oder euch die Wahl noch einmal in Ruhe zu überlegen, bevor ihr das Kleid wirklich kauft. Es wäre ärgerlich, wenn ihr zwei Wochen nach einem überstürzten Kauf feststellt, dass euch das Kleid eigentlich gar nicht mehr so gut gefällt.

Brautkleider Anprobe
© iofoto – fotolia.com

Möglicherweise ist das Kleid auch gerade nicht in der richtigen Größe verfügbar und ihr müsst warten, bis es lieferbar ist (Achtung: Manche Brautgeschäfte haben Lieferzeiten von bis zu 6 Monaten!).

Ihr fragt euch, was passiert, wenn ihr das Kleid sehr früh kauft und in den letzten Monaten vor der Hochzeit noch zu- oder abnehmt?

Vereinbart auf jeden Fall ca. 4-5 Wochen vor der Hochzeit noch einen Termin im Brautmodenstudio zur endgültigen Anprobe. Dann ist noch genügend Zeit, um Änderungen vorzunehmen.

Was ist bei der Auswahl zu beachten?

Brautkleider Standesamt
© MNStudio – Fotolia

In erster Linie muss euch das Kleid natürlich gefallen. Aber denkt auch daran, dass ihr, je nachdem wie die Planung für den großen Tag aussieht, das Kleid von früh morgens bis spät in die Nacht tragen werdet.

Ihr müsst euch darin wohlfühlen – sowohl zum Fototermin, beim Essen, beim Tanzen und bei diversen anderen Aktivitäten.

Ihr müsst darin auch – so banal es klingen mag – auf die Toilette gehen.

Es sollte also auch bequem sein. Was nutzt euch das traumhafteste Kleid, wenn es kneift und zwickt und ihr es schon am frühen Abend am liebsten gegen Jeans und T-Shirt eintauschen würdet?

Bewegt euch also beim Anprobieren ruhig ein wenig, um zu sehen, ob das Kleid alles mitmacht und partytauglich ist, wie bei dieser Brautmodenschau mit Kleidern von Glamourös Hochzeit- und Abendmode.

Teilt der Beraterin von Anfang an mit, was ihr euch vorstellt und was euch gefällt. Erfahrene Verkäuferinnen haben meist einen guten Blick dafür, was euch steht. Lasst euch – wie gesagt – mit der Entscheidung Zeit. Es spricht nichts dagegen, noch einmal wiederzukommen und die Entscheidung vorher zu überschlafen. Vielleicht reicht auch nur ein kurzer Spaziergang mit der Begleiterin, um sicher zu sein.

Es gibt in den meisten Städten mehrere Brautmodenstudios. Schaut euch ruhig in mehreren um, bevor ihr euch entscheidet.

Die Preisfrage

Brautkleider günstig kaufenWie bereits erwähnt, ist die Preisspanne bei Hochzeitskleidern sehr groß. Überlegt euch also vorher, wie viel ihr ungefähr ausgeben möchtet und was an Zubehör mit in dieses Budget soll.

Es lohnt sich auf jeden Fall, sich etwas umzusehen. Manche Brautmodenstudios bieten Vorführmodelle oder Kleider aus der letzten Saison zu einem günstigeren Preis an – vielleicht ist gerade da euer Traumkleid dabei. Da diese Kleider aber meist Einzelstücke sind, müsst ihr euch unter Umständen doch schnell entscheiden, da das gewünschte Kleid sonst weg sein kann. Brautmodenstudios auf dem Land sind unter Umständen günstiger, als in der Stadt.

Auf den sogenannten Hochzeitsmessen, die meist im Herbst oder zu Jahresbeginn stattfinden, bieten Brautmodenstudios oftmals einen Messerabatt an – auch hier kann man sparen. Allerdings hat selbst der größte Messestand nie das ganze Sortiment an Modellen vor Ort, die Auswahl ist also begrenzt.

Natürlich kann man Brautkleider auch leihen. Wenn ihr nicht zu den Bräuten gehört, die ihr Kleid unbedingt behalten möchten, könnte das eine Option sein. Kalkuliert aber auch eventuelle Zusatzkosten wie Änderungen und Reinigung mit ein. Auch können bei einem geliehenen Kleid schon mal ein paar Pailletten fehlen. Schaut euch das gute Stück auf jeden Fall ganz genau an.

Als weitere kostengünstige Lösung kann man auch ein Kleid aus zweiter Hand kaufen. Erste Anlaufstelle dafür ist Wunsch-Brautkleid.de. Alternativ gibt es auch in der Tageszeitung oder über Ebay gute Angebote.

Vergewissert euch beim Internetkauf aber, ob ihr ein Rückgaberecht habt, falls das Kleid nicht passt oder doch nicht euren Vorstellungen entspricht – oder ihr verkauft es in so einem Fall einfach über Wunsch-Brautkleid.de weiter.

Wenn ihr sowieso an ein schlichtes Kleid gedacht habt, könnte unter Umständen ein „normales“ Ball- oder elegantes Sommerkleid eine preisgünstigere Variante sein.

Unser Spartipp: Es gibt schöne Ballkleider und günstige maßgeschneiderte Brautkleider ab 319€ bei Taubenweiß.

Lasst euch beim Kauf des Kleides am besten gleich beraten, welche Art von Zubehör zu dem Kleid passt.

Kopfschmuck

Brautschleier
© Irina Tiumentseva – Fotolia

Schleier oder Hut – auch hier gibt es unzählige Variationen. Lieber nur ein Diadem oder Perlen im Haar? Das kommt schlicht und einfach auf euren Geschmack an.

Man sollte noch beachten, dass Kopfschmuck und Brautkleid vom Stil einigermaßen zusammenpassen. Schöne Haarnadeln, Diademe und ähnliches findet ihr z.B. bei Amazon.

Dessous

Für Dessous gilt Ähnliches wie bei den Schuhen – Brautmodenstudio, normales Fachgeschäft oder Versandhandel. Schaut euch einfach um, was euch gefällt. Viele Brautkleider sind schulterfrei oder haben dünne Träger, so dass sich eine schöne Korsage darunter anbietet. Sie soll auch das Dekollete voll zur Geltung bringen. Lasst euch auch hier gut beraten, denn ihr sollt euch auf jeden Fall wohl und sexy darin fühlen.

Ausführliche Infos und Tipps zum Thema Brautdessous findet ihr in unserem Artikel Brautdessous-Ratgeber.

Eine große Auswahl an Brautdessous gibt’s z.B. bei Aphrodite Dessous.

Schuhe

Brautschuhe Brautkleider Kauf
© Vucicevic Milos – Fotolia

Auch die Brautschuhe könnt ihr natürlich im Brautmodenstudio erwerben. Bei den meisten Kleidern sind aber die Schuhe kaum zu sehen.

Ihr könnt euch also überlegen, ob ihr nicht lieber preisgünstigere (und vor allem bequeme) Brautschuhe im normalen Schuhgeschäft oder auch online kauft. Denn wie oft werdet ihr nach der Hochzeit noch einmal die weißen Schuhe tragen?

Eine große Auswahl an Brautschuhen gibt es bei ZalandoAmazon oder bei Meinebrautschuhe.

Achtet darauf, dass die Schuhe bequem sind. Ihr werdet sie den ganzen Tag lang tragen, damit viel herumlaufen und auch tanzen!

Alternativ könnt ihr auch hohe Brautschuhe für die Trauung und das Fest anziehen und dann zu späteren Stunde auf weiße Ballerinas umsteigen.

Ein tolles Accessoire für die Brautschuhe sind auch lustige Schuhsticker zur Hochzeit.

Tipps und Tricks rund um die Brautschuhe verrät uns auch Sandy im Video von braut.TV: 

Täschchen

Brauttasche ivory
© fotomelita.hr – Fotolia.com

Auch ein Täschchen für die Notfallausrüstung (Lippenstift, Kopfschmerztabletten, etc.) gehört zur Brautausstattung. Ihr könnt es gleich zusammen mit dem Kleid kaufen, oder auch günstig im Internet (z.B. bei Amazon). Es sollte natürlich in Stoff, Farbe und Stil auf das Kleid abgestimmt sein.

Bei guten Brautmodengeschäften bekommt ihr von eurem gekauften Brautkleid ein Stoffmuster mit – dann könnt ihr weitere Accessoires kaufen, die auch farblich perfekt zu dem Traumkleid passen.

Sonstiges

Weiße Strümpfe – unter den meisten Kleidern sieht man sie sowieso nicht – findet ihr in jedem Geschäft, das Strümpfe führt.

Das traditionelle Strumpfband gibt es entweder im Brautmodengeschäft oder auf Amazon.

Welches Kleid zu welcher Gelegenheit?

Nur standesamtliche Hochzeit

Wenn ihr nur standesamtlich heiraten wollt, könnt ihr ein schickes Kostüm, ein elegantes Abendkleid oder einen modischen Hosenanzug tragen, ganz nach eurem Geschmack. Schöne, günstige maßgeschneiderte Abendkleider findet ihr z.B. bei Taubenweiß.

Es ist heutzutage aber auch nichts Außergewöhnliches mehr, im weißen Brautkleid vor den Standesbeamten zu treten. Ihr müsst also nicht auf den Traum in Weiß verzichten.

Ausführliche Informationen zum Standesamtkleid haben wir in einem speziellen Artikel „Standesamtkleider – So findest du das Passende“ zusammengefasst.

Standesamt und Kirche an verschiedenen Tagen

Biblische Trausprüche (Neues Testament)
© Yuri Arcurs – Fotolia

Tragt zur standesamtlichen Trauung Abendkleid, Kostüm oder Hosenanzug, ganz wie ihr möchtet (passende Tipps zur Standesamtmode). Bei der kirchlichen Trauung könnt ihr euren Liebsten dann mit dem eigentlichen Brautkleid überraschen.

Standesamt und Kirche am gleichen Tag

Morgens zum Standesamt in Kostüm oder Anzug, vor der kirchlichen Hochzeit kurz umziehen für den großen Auftritt im Brautkleid. Plant in diesem Fall aber auf jeden Fall genügend Zeit für die „Verwandlung“ ein.

Wenn euch die Umzieherei zu stressig ist, könnt ihr das Brautkleid natürlich auch schon zum standesamtlichen Termin tragen und den ganzen Tag anbehalten.

Alt, neu, geliehen, blau

Vielleicht möchtet ihr euch bei der Auswahl der Hochzeitskleidung an einen alten englischen Brauch, den ihr sicher aus amerikanischen Filmen und Serien kennt, halten: Demzufolge soll die Braut „something old, something new, something borrowed, something blue“ tragen, also etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes und etwas Blaues (siehe auch Bräuche). Das Alte und das Neue symbolisieren dabei den Übergang vom alten in ein neues Leben. Das Geliehene steht für Glück und die Farbe blau für Beständigkeit und Treue.

Viel Spaß beim Brautkleidkauf – genießt es!

Brautkleid in Szene setzen

Kleiderbügel zur Hochzeit für das BrautkleidEuer zauberhaftes Kleid möchtet ihr sicher zur Hochzeit und auch danach optimal in Szene setzen.

Um das Anziehen des Kleides am Tag der Hochzeit zu zelebrieren, haben wir diesen tollen Bügel für euch gefunden.

Ihr bekommt den Kleiderbügel zur Hochzeit in verschiedenen Ausführungen bei Dawanda (ca. 18,99€).

So macht das Anziehen, Fotografieren und Aufbewahren von eurem Brautkleid doppelt Spaß!

Unser Tipp: 100 Hochzeit-Checklisten

Für alle Checklisten-Fans, die eine stressfreie Hochzeitsvorbereitung wünschen, können wir unser Buch „100 Hochzeit-Checklisten“ empfehlen. Dort findet ihr auch ausführliche Checklisten rund um das Brautoutfit.

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