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Brautstrauß-Formen – von Biedermeier bis Wasserfall

Was wäre eine Braut ohne Brautstrauß? Als wichtigstes Accessoire bei der Hochzeit spielt der Brautstrauß eine besondere Rolle und er ist ja auch einfach wunderschön!

Wir verraten euch, welche Brautstraußformen in Frage kommen und wie ihr euren perfekten Brautstrauß findet.

Die Form für euren Brautstrauß sucht ihr am besten auch nach der Art eures Kleides aus:

Ein opulentes Kleid, braucht einen großen Brautstrauß. Zum schlichten Brautkleid passt auch ein dezenter Brautstrauß. Möchtet ihr statt des Kleides den Brautstrauß besonders in Szene setzen, kann zum schmalen Brautkleid auch ein voluminöser Brautstrauß ausgesucht werden.

1. Brautstrauß-Formen

Wer kein Florist ist, kennt sich für gewöhnlich nicht mit den Formen von Blumensträußen aus. Für die Wahl eures Brautstraußes haben wir euch darum hier die gängigen Brautstrauß-Formen kurz mit Beispielen aufgelistet.


Brautstrauß: Biedermeier

Brautstrauß Fotos
© lianxun zhang – Fotolia

Der Biedermeierstrauß ist zeitlos elegant und besticht durch seine Kugelform.

Typisch ist auch die Manschette aus Papier oder Blättern, die den Biedermeier-Brautstrauß trägt.

Wenn euch der Brautstrauß als Kugel bzw. ein Brautstrauß rund gefällt, ihr es aber nicht ganz so elegant, sondern etwas lockerer mögt, ist das auch kein Problem. Denn der Brautstrauß in Biedermeier Form wirkt etwas aufgelockert, wenn einzelne Blüten leicht herausragen.

Als klassisch-eleganter Brautstrauß ist der Biedermeier Brautstrauß ideal für ein Prinzessinnenkleid oder ein Brautkleid mit A-Linie geeignet.

Aber generell passt der Biedermeierstrauß als Klassiker zu beinahe jedem Brautkleid.


Brautstrauß: Herzform

Brautstrauß Herzform
© jörn buchheim – Fotolia

Romantiker unter euch lassen ihren Brautstrauß in Herzform binden. Klassisch mit roten Rosen.

Thematisch passt die Herzform als Brautstrauß perfekt.

Allerdings sollte das Brautkleid dann dezent und nicht zu stark verziert sein. Auch die Größe des Straußes muss geschickt gewählt werden, damit insbesondere kleine Bräute nicht „überladen“ wirken.

Mit der Herzform habt ihr in jedem Fall einen sehr originellen Brautstrauß, der ein richtiger Hingucker ist.

Wem die Herzform etwas zu viel ist, der kann Herzen auch in andere Brautsträuße einbinden lassen oder durch die Farbgebung der Blumen eine Herzform einarbeiten lassen. In Sachen Brautstrauß ist eben nichts unmöglich – Hauptsache ihr findet euch darin perfekt wieder.


Brautstrauß: Wasserfall – Fließend schön

Brautsträuße Wasserfall
© Pokrovskaya Ekaterina – Fotolia

Beim Wasserfall-Brautstrauß „ergießen“ sich wie bei einem Wasserfall die Blumen von oben nach unten – ein echter Eyecatcher.

Die „fließenden“ Blüten und Blätter umspielen das Brautkleid sehr schön. Die Länge ist variabel, so reichen einige Wasserfall-Brautsträuße fast bis zum Boden. Vergesst bei aller Faszination für die schöne Form aber nicht die praktischen Aspekte.

Als Brautstrauß ist die Wasserfall-Form sehr beliebt und wird oft mit grünen Ranken (etwa aus Efeu) unterstützt. Auch Perlen oder Bänder verleihen dem Wasserfallstrauß das gewisse Etwas.

Der Wasserfall-Brautstrauß wird auch als Brautstrauß in Tropfenform bezeichnet (kürzere Variante: der umgedrehte Tropfen) und kann grundsätzlich zu jedem Kleid getragen werden.

Optimal passt der Brautstrauß als Wasserfall natürlich zu einem langen Brautkleid mit Schleppe, weil die Formen perfekt harmonieren.


Brautstrauß: Zepter

Brautstrauß Zepter
© Berchtesgaden – Fotolia

Wie eine Prinzessin könnt ihr euren Brautstrauß in Zepterform halten und werdet damit sicher für begeisterte Blicke sorgen.

Wer einen außergewöhnlichen Brautstrauß sucht, ist mit dem Zepter-Strauß gut beraten.

Die moderne Brautstraußform hat einen langen Stiel und eine kugelförmige Blütenanordnung.

Dazu ein Band und der Zepter-Brautstrauß ist schon fertig. Hier werden nur wenige langstielige Blumen benötigt – oft Calla oder Rosen. So ist das Binden weniger aufwändig und der Brautstrauß wird etwas günstiger.

Gradlinige, schlichte Brautkleider werden durch den Brautstrauß in Zepterform wundervoll aufgewertet.

Auch ein kurzes Brautkleid sieht mit Zepter-Brautstrauß super aus.


Brautstrauß: Armstrauß

Außergewöhnlicher Brautstrauß
© andreaxt – Fotolia

Der Armstrauß wird, wie der Name schon sagt, nicht in der Hand gehalten, sondern im Arm getragen.

Dazu sind langstielige Blumen von Vorteil, von denen meist nur einige wenige Exemplare für den Brautstrauß verwendet werden. So halten sich die Kosten, je nach Aufwand des Bindens, in Grenzen.

Der Armstrauß ist schlicht und einfach, aber doch elegant. Er passt insbesondere zu schlichten Brautkleidern und wirkt dann als Hingucker.

Wer es eher leger mag, kann auch einfach nur einige langstielige Calla nehmen und diese mit einem farblich passenden Seidenband verzieren. Auch diese Art Brautstrauß kann dann als Armstrauß getragen und leicht mal auf einem Tisch abgelegt werden – auch so macht der Brautstrauß eine gute Figur!


Brautstrauß: Blumentasche

Blumentasche
© Goran Bogicevic – Fotolia

Ihr möchtet während eurer Hochzeit die Hände frei haben?

Oder seid ihr ein absoluter Taschenfan?

Dann ist die Blumentasche – also Brautstrauß und Handtasche in einem – eine tolle Alternative zum klassischen Brautstrauß.

Für die Umsetzung und Blumenauswahl einer Brautstraußtasche aus Blumen sprecht ihr am besten genau mit eurem Floristen, denn so eine Blumentasche ist ganz und gar nicht alltäglich. Meist hat die Blumentasche zwar einen Taschengriff und sieht damit aus wie eine Tasche. Doch hineinlegen könnt ihr leider nichts. Am besten alles Wichtige bei der Trauzeugin abgeben.

Natürlich kann für eine Blumentasche auch auf künstliche Blüten zurückgegriffen werden – so habt ihr noch lange etwas von eurem besonderen Hochzeitsaccessoire.


2. Tipps für euer Gespräch mit dem Floristen

  • Nehmt ein Musterstück vom Stoff eures Brautkleides mit – so könnt ihr die Farben der Blumen des Brautstraußes perfekt darauf abstimmen.
  • Auch ein Foto des Brautkleides ist für den Floristen ein guter Anhaltspunkt für die Beratung zum Brautstrauß.
  • Nicht vergessen: Den Ansteckstrauß für den Bräutigam! Besprecht auch direkt die Blumen für die Kirchendeko und Tischdeko, den Autoschmuck und die Blumenkinder.
  • Besprecht genau, wie groß und schwer der Brautstrauß werden wird. Schließlich habt ihr ihn eine ganze Weile in der Hand und dabei soll er ja nicht zur „Last“ werden.
  • Falls ihr euren Brautstrauß behalten, aber nicht auf den Brauch des Brautstraußwerfens verzichten möchtet, lasst euch ein zweites, kleineres Exemplar zum Werfen anfertigen.
  • Die Absicht euren Brautstrauß zu Trocknen und Aufheben zu wollen, solltet ihr dem Floristen auch mitteilen, damit die Bluenauswahl entsprechend abgestimmt werden kann.

Spartipp: Wählt für euren Brautstrauß saisonale Blumen aus, die sind sehr viel günstiger, als exotische Exemplare. Mehr dazu erfahrt ihr in unserem Blumenlexikon.

Plant ihr eine Hochzeit im Herbst oder Winter, könnt ihr euren Brautstrauß wundervoll an die Jahreszeit anpassen und das spezielle Flair eures Hochzeitsmonats unterstreichen. Ideen dazu findet ihr in unseren Artikeln „Die 38 schönsten Brautsträuße für den Herbst“ und „Dein Brautstrauß im Winter“.

Inspirationstipp für Frühling & Sommer: Schaut in unserer Bildergalerie für Brautsträuße vorbei oder in der Fotostory „Brautstrauß Beispiele, die inspirieren!“, dort findet ihr viele tolle Ideen.

Professionelle Floristen mit Erfahrung in Sachen Hochzeit findet ihr in unserem Branchenbuch über die Umkreissuche.

3. Brautstrauß binden – so geht’s

Vielleicht interessiert es euch, wie ein Brautstrauß gebunden wird oder ihr möchtet es sogar selbst probieren? In folgendem Video wird das schön erklärt:

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