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Eheringe – Material und Edelsteine richtig auswählen

Eure Eheringe tragt ihr im Idealfall ein Leben lang. Darum solltet ihr für die Eheringe kein beliebiges Material verwenden. Wir haben für euch die verschiedenen Materialien und Edelsteine für Eheringe sowie deren Vor- und Nachteile zusammengefasst.

Denn bei der Wahl des Eherings ist besonders darauf zu achten, dass er von zeitloser Schönheit und beständigem Wert ist. Passt sowohl Design, Edelmetall und Edelstein genau an eure Bedürfnisse an – so werdet ihr immer Freude am Trauring-Material und seinem Look haben.

Diesen Artikel haben wir aufgeteilt in die Bereiche:

  1. Eheringe-Material: Die verschiedenen Edelmetalle
  2. Der ideale Farbton vom Trauring-Material
  3. Ehering-Material durch traumhafte Edelsteine aufpeppen


1. Eheringe-Material: Die verschiedenen Edelmetalle

Eheringe: Welches Material?
© Unsplash/Jackie Tsang

Einige Monate vor der Hochzeit kommt die Frage auf, wenn ihr eure Eheringe aussucht: Welches Material wollen wir für die Eheringe nehmen?

Welches Eheringe-Material ihr euch aus der Vielzahl an hochwertigen Edelmetallen aussuchen solltet, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Eure individuellen Vorlieben und das Budget bestimmt dabei hauptsächlich, welches Material für Eheringe am besten passt.

Da jedes Edelmetall ganz individuelle Eigenschaften und somit auch Vor- und Nachteile hat, könnt ihr euch zunächst bei uns infomieren. Hier erfahrt ihr mehr über die unterschiedlichen Legierungen und findet so das für euch ideale Material eurer persönlichen Eheringe.

Tipp: Es gibt mittlerweile auch eine große Auswahl an Eheringen in Bicolor oder Tricolor. Dabei werden dann verschiedene Trauringe-Materialien verwendet – das sieht interessant aus und ist etwas Besonderes.


Gold als Ehering-Material

Ehering Material
© Unsplash/Lauren Richmond

Der Klassiker unter den Trauringen ist unangefochten der Goldring. Gold ist ein traditionelles und dennoch zeitloses Edelmetall. Das hochwertige Ehering-Material garantiert, dass ihr lange Freude am kostbarsten Schmuckstück – dem Ehering – habt.

Eine elegante und moderne Alternative zum klassischen Gelbgoldring ist der Weißgold-Ehering. Weißgold wird immer beliebter und versprüht moderne Eleganz.

Für alle Brautpaare, die es extravagant mögen, sind Roségold und Rotgold ausgefallenere Goldvarianten, deren zarter Farbton eure Ringe zu echten Hinguckern macht.

Ob Gelbgold, Weißgold, Rosé- oder Rotgold: Der Feinlegierungsstempel gibt an, was das Eheringe-Material verspricht. Alle Goldlegierungen sind nach ihrem Feingehalt (der Qualität) benannt: 333, 585, 750.


Eheringe aus 333er (Gelb-/Weiß-/Rot-) Gold

Trauringe konfigurieren online
© Angguna Wedding Stories

Der niedrigste Feingoldanteil liegt bei 33,3 % (8 Karat). Neben einem relativ geringen Goldanteil besteht ein 333er Goldring zum Großteil aus Silber und teilweise aus Kupfer sowie anderen Legierungszusätzen.

Optisch ist der Ehering aus 333er Gold nicht von einem hochkarätigen Goldring zu unterscheiden. Jedoch ist er auf Dauer weniger beständig. Da der 8-karätige Goldring größtenteils aus Silber besteht, läuft der Ring Gefahr schnell anzulaufen und mit der Zeit zunehmend zu verblassen.

Allergiker sollten von 333er Gold Abstand halten, da die beigefügten Zusatzstoffe häufig Allergien hervorrufen können.

Zudem muss Gold mit einem Anteil von 33,3 % regelmäßig gesäubert werden – ein behutsamer Umgang im Alltag ist Voraussetzung, damit der Ehering dauerhaft Glanz und Form behält.


Der Bestseller: Eheringe aus 585er (Gelb-/Weiß-/Rot-) Gold

Welches Material für Eheringe?
© Depositphotos.com/IgorTishenko

Mit 58,5 % Goldanteil liegt der 585er Goldring im oberen Mittelfeld in Sachen Trauringe-Material.

Das 14-karätige Edelmetall ist die beliebteste Legierung, da es zu einem fairen Preis sehr angemessene Qualität garantiert.

Mit etwa 30 % Silber- oder Kupferanteil ist 585er Gold nahezu anlaufbeständig und kaum von Säuren angreifbar.

Mit einem 585er Goldring liegt ihr in der goldenen Mitte und sichert euch bei durchschnittlichem Budget ein hervorragendes Material.


Eheringe aus 750er (Gelb-/Weiß-/Rot-) Gold

Eheringe Weißgold und Rotgold
© Etsy/Schmuckbotschaften

Die Legierung mit einem Goldanteil von 75 % ist ein sehr hochwertiges Material. 750er Gold lässt sich von allen Goldtypen am angenehmsten verarbeiten und bietet beste Qualität. Das hochwertige Edelmetall verspricht Beständigkeit und optimalen Schutz vor Beschädigung.

Das edle Gold mit 18 Karat überzeugt durch seine satte Farbe und enthält neben einem geringen Anteil von Silber und/oder Kupfer meist keine anderen Zusätze wie Nickel oder Zinn.

Der Feinlegierungsstempel 750 garantiert euch ein exzellentes Schmuckstück, das ewige Wertigkeit verspricht.

Trauung Ringe
© Depositphotos.com/Photo_life


Eheringe aus Silber

Eheringe
© Etsy/SchmuckSchmiede

Spricht man von Silber, handelt es sich zumeist um 925er Silber, auch Sterlingsilber genannt.

Es ist unter den Ring-Materialien eine der günstigsten Möglichkeiten.

Poliert man einen Silberring auf, bekommt das Edelmetall einen wunderschön strahlenden Glanz. Zudem ist Silber sehr leicht zu verarbeiten und lässt sich auf Wunsch rhodinieren. Rhodiniertes Silber wird zusätzlich beschichtet und dadurch aufgewertet.

Da 925er Silber jedoch ein sehr weiches Material ist, kann der Ehering leichter verkratzen oder sich verbiegen, weshalb Silber nicht so gut als Material für den Ehering geeignet ist. Habt ihr allerdings nur ein kleines Budget und sucht ihr sehr günstige Eheringe, dann trefft ihr mit dem Silberring die richtige Entscheidung.



Eheringe aus Platin – ein Edelmetall für die Ewigkeit

Ringhalter Holz
© Paul Traeger Photography
Eheringe Platin
© BAUNAT

Platin ist ein sehr schweres und beständiges Edelmetall, das sich großer Beliebtheit erfreut. Platin bietet vollkommenen Anlaufschutz und ist härter und schwerer als Gold.

Das robuste Edelmetall zählt zu den beständigsten Materialien, da es vollkommen resistent gegen Säure und Luft ist. Wünscht ihr euch ein stabiles Metall, das wirklich allen Situationen im Alltag standhält, ist Platin die perfekte Wahl.

Außerdem ist es perfekt für Allergiker geeignet und wird auf der Haut – im Gegensatz zu manch anderen Materialien – sehr gut vertragen. Das grauweise Edelmetall zeugt von glamouröser Exklusivität und setzt eure Eheringe perfekt in Szene.

Bitte beachten: Platinringe mit Diamanten können später nur aufwändig in der Größe geändert werden. Ist es bei euch etwa aufgrund von Gewichtsschwankungen o.ä. möglich, dass sich die Ringgröße im Laufe der Jahre verändert, wählt besser ein anderes Material für die Eheringe.



Eheringe aus Edelstahl, Titan, Carbon oder Wolfram

Hochzeitsringe günstig
© Etsy/Frencheis

Edelstahl-Ringe überzeugen durch ihre hohe Festigkeit und Langlebigkeit. Ob matt oder poliert – die kratzfesten, eleganten Eheringe sind eine gute Altrenative zu den genannten Materialien. Allerdings ist es extrem schwer sie später zu ändern (z.B. die Ringgröße).

Auch Eheringe aus Titan sind widerstandsfähig und antiallergisch. Das leichte Metall ist für Eheringe verhältnismäßig günstig und kann eine gute Lösung sein, wenn ihr euch beispielweise besonders breite Ringe wünscht.

Charakteristisch für Eheringe aus Carbon ist ihre matte Anthrazit-Färbung. Carbon ist sehr leicht und dabei dennoch fest und formstabil, darum ideal für Eheringe. Das moderne Hightech-Material kann schön mit Gold oder SIlber kombiniert werden und sorgt für einen auffälligen Kontrast.

Wolfram ist für Ringe ein eher ungewöhnliches Material. Es ist sehr hart und kratzfest, sodass eure Eheringe zum Beispiel auch gut dem Baustellenalltag standhalten würden.



2. Der ideale Farbton vom Trauring-Material

Ring Materialien
© Unsplash/Victoria Priessnitz

Seid ihr euch noch nicht sicher, welche Farbe euer Ehering haben soll? Dann orientiert euch an eurer Haut- bzw. Haarfarbe.

Bei Sommer- und Wintertypen gilt, dass „weiße“ bzw. silberfarbene Edelmetalle besonders gut geeignet sind. Der Sommertyp hat blondes Haar und einen bläulich bzw. rosafarbenen Hautton. Der Wintertyp zeichnet sich ebenfalls durch einen hellen Teint aus, hat jedoch dunkle Haare. In beiden Fällen sind silberne Edelmetalle wie Weißgold oder Platin die ideale Wahl.

Der Frühlingstyp zählt zu den warmen Typen. Er hat einen warmen Hautton und goldenes Haar mit rötlichen Reflexen. Für den Frühlingstypen ist Gelbgold besonders empfehlenswert.

Der Herbsttyp zeichnet sich ebenfalls durch einen warmen Teint aus, sein Haar ist honigfarben. Hier eignen sich besonders kupferfarbene Metalle wie Rosé- oder Rotgold.


Glänzende oder matte Eheringe?

Eheringe zweifarbig
© Etsy/Schmuckbotschaften

Zum Schluss könnt ihr auch die Beschichtung der Oberfläche eurer Eheringe wählen. Wünscht ihr euch einen matten oder glänzenden Ehering? Auch eine Kombination aus beidem ist möglich.

Viele Brautpaare lassen ihre Trauringe gern auf Hochglanz polieren, da der strahlende Glanz die Wertigkeit des Metalls aufgreift und besonders schön wiederspiegelt.

Bei der Kombination aus matt und glänzend entsteht ein facettenreiches Spiel der Reflexionen.

Das Aufeinandertreffen der unterschiedlichen Oberflächen-Beschaffenheiten symbolisiert zudem auf schöne Weise die Verbindung zweier Menschen durch die Ehe.



3. Ehering-Material durch traumhafte Edelsteine aufpeppen

Trauringe Material
© Unsplash/Jacek Dylag

Neben dem Ehering-Material liegt es vor allem auch an der Auswahl der Edelsteine, wie euer Ehering zum Schluss wirkt.

Überlegt zunächst, ob ihr für eure individuellen Eheringe, ob ihr einen farbigen oder farblosen Stein möchtet und ob sowohl Damen- als auch Herrenring mit Steinen besetzt werden sollen.

Viele Brautpaare bevorzugen einen farblosen Stein, da er zeitlos ist und zu jedem Anlass passt. Der Brillant (auch Diamant) oder der farblose Zirkonia sind häufig die erste Wahl. Bei den Farbsteinen steht euch eine große Palette an wunderschönen Edelsteinen zur Auswahl, die ihr nach Farbton und Symbolik aussuchen könnt.

Die Kosten der Diamanten setzen sich aus folgenden Komponenten zusammen: Größe (Karat), Farbe, Schliff und Reinheit. Mehr dazu erfahrt ihr im Artikel „So findest du den perfekten Verlobungsring mit Diamant“.


Farbloser Stein: Brillant vs. Zirkonia

Material Ehering
© Unsplash/Serkan Turk

Üblicherweise wird der Damenring mit farblosen Steinen besetzt. Vorzugsweise wird hierbei der Diamant verwendet. Der Diamant strahlt in den schönsten Facetten und ist das härteste Mineral der Welt. Er verspricht luxuriöse Augenblicke und dauerhaften Bestand.

Um den Herrenring dem Damenring anzugleichen, kann der Ehering des Mannes ebenfalls mit Edelsteinen (ggf. auch auf der Innenseite des Rings) besetzt werden.

Unabhängig vom Edelmetall eurer Trauringe wertet der Diamant den Ring in jedem Fall glamourös auf. Der Diamant passt ideal zu jedem beliebigen Edelmetall und lässt sich somit in jeden Ehering wunderbar einbinden.

Seinen einzigartigen Glanz erhält er durch einen speziellen Brillantschliff. Durch das Schleifen der Oberfläche im exakten Winkel kann der Stein das Licht ideal reflektieren und der Diamant erhält sein bezauberndes Strahlen. Ab diesem Zeitpunkt trägt er den Namen Brillant.

Wer kein allzu großes Budget investieren möchte, aber nicht auf den strahlenden Glanz eines Brillanten verzichten mag, wählt den Zirkonia. Der Zirkonia ist eine günstigere Imitation des Brillanten und steht ihm in kaum einer Hinsicht nach. Der Zirkonia ist ein künstlich hergestellter Stein, der ebenfalls je nach Lichteinfall in den schönsten Facetten erstrahlt.

Mit bloßem Auge ist der Zirkonia nicht von einem Brillanten zu unterscheiden und bietet somit eine hervorragende Alternative zum Diamanten.


Farbsteine: individuell und extravagant

Trauringe: Welches Material?
© Depositphotos.com/elenstudio

Bei den Farbsteinen steht euch eine große Auswahl an verschiedensten Edelsteinen zur Verfügung. Es gibt zahlreiche Edelsteine in den unterschiedlichsten Farben, die sich ideal für den Ehering eignen. Bei den Farbsteinen liegt es beim Brautpaar, welche Kombination aus Edelmetall und Edelstein es als schön empfindet.

Bei vielen Farbsteinen sollte darauf geachtet werden, dass der Stein nicht zu klein ist. Anders als beim Brillanten oder dem Zirkonia ist die Größe entscheidend, damit die Farbgebung im richtigen Maße zur Geltung kommt.

Alle Edelsteine werden an der sogenannten Rondiste gefasst, welche Unter- und Oberkörper des Edelsteins voneinander trennt. An der Oberfläche wird der Edelstein im entsprechenden Winkel geschliffen, sodass das Licht sich brechen kann. Sind die Proportionen aus Unter- und Oberkörper des Steines zu klein, kann das Licht nicht gebrochen werden und die Farbe sich somit nicht richtig entfalten.

Entscheidet ihr euch also für einen farbigen Stein, ist es sinnvoll wenige größere, als viele kleine Steine zu wählen. So wird eine wunderschöne Lichtreflexion des Steines gewährleistet.

Lasst euch von der Bildergalerie inspirieren und entwickelt erste Ideen für euren individuellen Ehering.



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