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Die wichtigsten Fragen vor der Hochzeit

Bevor ihr mit der Planung für eure Hochzeit beginnen, solltet ihr folgende grundsätzliche Fragen klären.

Wann möchten wir heiraten?

Die Wahl des richtigen Termins ist nicht immer ganz einfach. Der „richtige“ Termin hängt ganz von euren eigenen Wünschen ab: Legt ihr wert auf schönes Wetter, weil ihr gerne im Freien feiern möchten oder wegen der Hochzeitsfotos bei strahlender Sonne?

Oder habet ihr bestimmte berufliche Verpflichtungen, die nur noch ein bestimmtes Zeitfenster zulassen? Oftmals gibt es auch ein besonders symbolträchtiges Datum (z. B. 10-jähriges Jubiläum des Kennenlernens), an dem die Hochzeit stattfinden soll. Gebt den Termin auf jeden Fall rechtzeitig bekannt, damit eure Gäste sich darauf einstellen können!

Auch Urlaubsreisen werden oft mit enormer Vorlaufzeit gebucht. Habt ihr keinen Wunschtermin, sondern ein bestimmtes Zeitfenster, dann klärt am besten die einzelnen Termine mit den Personen ab, die ihr auf jeden Fall an eurem schönsten Tag dabei haben wollt. Alle Gäste werden sowieso nicht erscheinen können, da ist es immer sehr schwer, die terminlichen Verpflichtungen so vieler Menschen unter einen Hut zu bringen.

Wenn ihr eine bestimmte Location bevorzugt, dann muss das bei der Terminplanung berücksichtigt werden. Viele schöne Locations sind schon 12 Monate im Voraus ausgebucht. Stellt auch sicher, dass der Pfarrer/Priester und die Kirche verfügbar sind, wenn ihr kirchlich heiraten wollt.

Wollen wir auch kirchlich heiraten?

Sie sollten baldmöglichst festlegen, ob Sie nur standesamtlich oder auch kirchlich heiraten möchten. Diese Entscheidung ist für die weitere Planung wichtig – hängt doch die Zeitplanung und ggf. auch die Lokalitätensuche davon ab.

Auch sollten Sie sich überlegen, ob standesamtliche und kirchliche Trauung am gleichen Tag stattfinden sollen. Da vor allem in den Städten viele Standesämter eine Samstagstrauung gar nicht anbieten, kann man die standesamtliche Zeremonie schon einige Tage vor der kirchlichen Trauung ansetzen. Immer mehr Brautpaare lassen zwischen den beiden Terminen mittlerweile Monate oder gar Jahre verstreichen. Einige Paare möchten schon rechtlich verheiratet sein (aus steuerlichen Gründen oder vielleicht wegen eventueller Kinder), möchten aber mit der großen Feier noch warten bis sie etwas Geld gespart haben.

Möglicherweise haben Sie keinen besonderen Bezug zur Amtskirche oder gehören unterschiedlichen Konfessionen oder Religionen an, möchten aber auf eine feierliche Zeremonie nicht verzichten? Auch hierfür gibt es eine Lösung. Es gibt immer mehr freiberufliche Theologen, die eine mehr oder weniger religiöse Trauung ganz nach Ihren Wünschen durchführen – entweder in einer Kirche oder auch an ungewöhnlichen Orten.

Wie groß möchten wir feiern?

Eine der wichtigsten Fragen ist natürlich die der Gästeanzahl. Schließlich müssen Sie danach die Lokalität auswählen. Gleichzeitig ist es auch eine der schwierigsten Fragen. Wie weitläufig soll man einladen?

Überlegen Sie sich zuerst, wen Sie unbedingt dabei haben wollen – Eltern, Geschwister, Großeltern, enge Freunde etc. Man möchte natürlich auch niemanden enttäuschen, aber es lohnt sich durchaus zu überlegen, ob man die Tante, die man in seinem Leben vielleicht zweimal gesehen hat und zu der man auch sonst keinen Kontakt hat, wirklich zur Hochzeit einladen möchte. Die Entscheidung kann Ihnen niemand abnehmen, nehmen Sie sich daher genug Zeit für die Zusammenstellung der Gästeliste.

Haben Sie sehr viele Freunde und Bekannte, die Sie nicht enttäuschen möchten, wäre vielleicht ein Polterabend die Lösung. Dann können Sie die eigentliche Hochzeit kleiner halten und alle, die nicht eingeladen werden, können beim Polterabend ausgelassen feiern und kommen somit zu ihrem Recht.

Ab 100 bis 150 Gästen wird die Lokalitätensuche auf jeden Fall schwieriger, dessen sollten Sie sich bewusst sein. Aber es gibt auch für große Feiern sehr schöne Räumlichkeiten – lassen Sie sich bei der Suche doch von einem Hochzeitsservice in Ihrer Region helfen.

Wo möchten wir feiern?

Wenn Sie beide aus unterschiedlichen Gegenden oder sogar Ländern kommen, oder nicht in Ihrer Heimat leben, stellt sich oft die Frage, wo die Hochzeit überhaupt stattfinden soll. An Ihrem derzeitigen Wohnort, im Heimatort von Braut oder/und Bräutigam, oder vielleicht ganz woanders?

Überlegen Sie einfach, wo es eine Hochzeitslocation gibt/geben könnte, die Ihren Vorstellungen entspricht, vielleicht haben Sie auch zu einer Kirche einen besonderen Bezug und möchten dort getraut werden. Oder es gibt an einem Ort ein besonders schönes Standesamt. Bedenken Sie dabei, wie viele Gäste eventuell von weiter her anreisen müssten und eine Übernachtungsmöglichkeit bräuchten.

Oder möchten Sie dem ganzen Trubel entfliehen und verbinden die Trauung gleich mit der Hochzeitsreise und heiraten am Urlaubsort? Viele Reisebüros und Wedding Planner können Ihnen dabei helfen.

Auch wenn es banal klingt, der Hochzeitstag soll ja der schönste Tag in Ihrem Leben werden – deswegen sollten Sie sich auch dort wohlfühlen, wo Sie heiraten.

In welchem Stil möchten wir heiraten?

Diese Frage kommt Ihnen zunächst vielleicht komisch vor. Aber es gibt so unendlich viel Möglichkeiten, dass Sie sich darüber schon Gedanken machen sollten. Soll es eher einfach, ländlich, romantisch, prunkvoll, ausgefallen sein?

Die Auswahl der Lokalität und des Ortes ganz allgemein hängt natürlich eng mit dieser Frage zusammen. Wie wäre es mit einer romantischen Burg, einem märchenhaften Schloss, oder soll es doch lieber das gemütliche Lieblingsrestaurant oder ein elegantes Hotel sein? Auch eine urige Scheune wäre denkbar. Fehlt Ihnen noch die zündende Idee? Vielleicht finden Sie in unserem Branchenbuch etwas oder Sie kontaktieren einen Hochzeitsservice.

Wenn Sie sich für eine etwas ausgefallenere Mottohochzeit entscheiden – z.B. im mittelalterlichen Stil – sollten Sie das auch den Gästen rechtzeitig mitteilen, damit diese dann ihre Garderobe darauf abstimmen können.

Wie viel Geld können/möchten wir ausgeben?

Eine leidige aber sehr wichtige Frage. Oft unterschätzt man die Kosten für eine Hochzeit. Deshalb sollte man sich gleich zu Beginn überlegen, was man ausgeben möchte. Werden sich unter Umständen Ihre Eltern an den Kosten beteiligen? Sie sollten das möglichst frühzeitig klären, um entsprechend planen zu können, auch im Hinblick der Verlobungsfeier.

Prüfen Sie jede Entscheidung, egal ob Lokalität, Menü, Musik, sonstige Unterhaltung, Kleidung, Blumen, freier Theologe, etc. immer mit Blick auf Ihr Budget, um die Kosten immer unter Kontrolle zu haben.

Vielleicht ist Ihre Traumhochzeit mit Ihrem Budget nicht in allen Details durchführbar.Überlegen Sie in diesem Fall reiflich, an welchen Punkten Sie bereit sind, Abstriche zu machen. Ihre Hochzeit muss deswegen nicht weniger traumhaft werden. Sie wollen Ihr neues Leben ja auch nicht mit Schulden beginnen. Gerade Kleinigkeiten wie Trinkgelder, Ringkissen, Gästebuch etc. werden in der Kostenplanung leicht vergessen.

Auch für Getränke sollten Sie mindestens die gleiche Summe einplanen wie für das Menü, damit Sie in diesem Punkt keine böse Überraschung erleben. Denken Sie daran, dass z.B. an einem heißen Tag sehr viel Wasser getrunken wird, oder dass am Abend schnell ein paar Schnapsrunden zusammen kommen, oder die ein oder andere Weinflasche vernichtet wird.

Einen Budgetplaner für Ihre Hochzeit können Sie hier downloaden.

Wenn Sie diese Fragen geklärt haben, können Sie gut gerüstet in die genauere Planung einsteigen und sich nach einer Lokalität, Kirche, Band etc. umsehen.

Unser Tipp: 100 Hochzeit-Checklisten

Für alle zukünftigen Brautpaare, die sich eine stressfreie Hochzeitsvorbereitung wünschen, können wir unser Buch “100 Hochzeit-Checklisten” empfehlen.

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