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Die wichtigsten Fragen vor der Hochzeit

Bevor ihr mit der Planung für eure Hochzeit beginnt, solltet ihr folgende grundsätzliche Fragen klären.

Wann möchten wir heiraten?

Die Wahl des richtigen Termins ist nicht immer ganz einfach. Der „richtige“ Termin hängt ganz von euren eigenen Wünschen ab: Legt ihr Wert auf schönes Wetter, weil ihr gerne im Freien feiern möchten oder wegen der Hochzeitsfotos bei strahlender Sonne? Vielleicht ist eine romantische Winterhochzeit aber auch genau das Richtige für euch?

Oder habt ihr bestimmte berufliche Verpflichtungen, die nur noch ein bestimmtes Zeitfenster zulassen? Oftmals gibt es auch ein besonders symbolträchtiges Datum (z.B. 10-jähriges Jubiläum des Kennenlernens), an dem die Hochzeit stattfinden soll. Gebt den Termin auf jeden Fall rechtzeitig bekannt, damit eure Gäste sich darauf einstellen können!

Auch Urlaubsreisen werden oft mit enormer Vorlaufzeit gebucht. Habt ihr keinen Wunschtermin, sondern ein bestimmtes Zeitfenster, dann klärt am besten die einzelnen Termine mit den Personen ab, die ihr auf jeden Fall an eurem schönsten Tag dabei haben wollt. Alle Gäste werden sowieso nicht erscheinen können, da ist es immer sehr schwer, die terminlichen Verpflichtungen so vieler Menschen unter einen Hut zu bringen.

Wenn ihr eine bestimmte Location bevorzugt, dann muss das bei der Terminplanung berücksichtigt werden. Viele schöne Locations sind schon 12 Monate im Voraus ausgebucht. Stellt auch sicher, dass der Pfarrer/Priester und die Kirche verfügbar sind, wenn ihr kirchlich heiraten wollt.

Wollen wir auch kirchlich heiraten?

Ihr solltet baldmöglichst festlegen, ob ihr nur eine Standesamtliche Trauung oder auch eine Kirchliche Trauung möchtet. Diese Entscheidung ist für die weitere Planung wichtig – hängt doch die Zeitplanung und ggf. auch die Lokalitätensuche davon ab.

Kirchenschmuck Hochzeit

© MANUEL BERGAMIN FOTOGRAFO – Fotolia

Auch solltet ihr euch überlegen, ob standesamtliche und kirchliche Trauung am gleichen Tag stattfinden sollen.

Da vor allem in den Städten viele Standesämter keine Samstagstrauung anbieten, kann die standesamtliche Zeremonie schon einige Tage vor der kirchlichen Trauung angesetzt werden.

Immer mehr Brautpaare lassen zwischen den beiden Terminen mittlerweile Monate oder gar Jahre verstreichen.

Einige Paare möchten schon rechtlich verheiratet sein (aus steuerlichen Gründen oder vielleicht wegen eventueller Kinder), möchten aber mit der großen Feier noch warten bis sie etwas Geld gespart haben.

Möglicherweise habt ihr auch keinen besonderen Bezug zur Amtskirche oder gehört unterschiedlichen Konfessionen oder Religionen an. Trotzdem möchtet ihr auf eine feierliche Zeremonie nicht verzichten? Auch hierfür gibt es eine Lösung. Freiberufliche Theologen, die eine mehr oder weniger religiöse Trauung ganz nach euren Wünschen durchführen – entweder in einer Kirche oder auch an ungewöhnlichen Orten.

Wie groß möchten wir feiern?

Eine der wichtigsten Fragen ist natürlich die der Gästeanzahl. Schließlich müsst ihr danach die Lokalität auswählen. Gleichzeitig ist es auch eine der schwierigsten Fragen. Wie weitläufig soll eingeladen werden? Das verselbständigt sich schnell und schon seid ihr bei 300 Gästen…

Überlegt zuerst, wen ihr unbedingt dabei haben wollt – Eltern, Geschwister, Großeltern, enge Freunde etc. Natürlich möchtet ihr niemanden enttäuschen, aber es lohnt sich durchaus zu überlegen, ob die Tante, die ihr in eurem Leben vielleicht zweimal gesehen habt und zu der ihr auch sonst keinen Kontakt habt, wirklich zur Hochzeit eingeladen werden muss. Die Entscheidung kann euch niemand abnehmen, lasst euch darum genug Zeit für die Zusammenstellung der Gästeliste.

Polterabend Scherben

© Pixelacts – Fotolia.com

Habt ihr sehr viele Freunde und Bekannte, die ihr einbeziehen möchtet, wäre vielleicht ein Polterabend die Lösung. Dann kann die eigentliche Hochzeit kleiner ausfallen und alle, die nicht eingeladen werden, feiern beim Polterabend in lockerem Ambiente mit euch.

Ab 100 bis 150 Gästen wird die Lokalitätensuche auf jeden Fall schwieriger, dessen solltet ihr euch bewusst sein.

Aber es gibt auch für große Feiern sehr schöne Räumlichkeiten – lasst euch bei der Suche doch von einem Hochzeitsservice in eurer Region helfen. In dieser Größenordnung lohnt ggf. ein Hochzeitsplaner.

Wo möchten wir feiern?

Wenn ihr beide aus unterschiedlichen Gegenden oder sogar Ländern kommt oder nicht in eurer Heimat lebt, stellt sich oft die Frage, wo die Hochzeit überhaupt stattfinden soll. Am derzeitigen Wohnort, im Heimatort von Braut oder/und Bräutigam oder vielleicht ganz woanders?

Überlegt einfach, wo es eine Hochzeitslocation gibt/geben könnte, die euren Vorstellungen entspricht. Vielleicht habt ihr auch zu einer Kirche einen besonderen Bezug und möchtet dort getraut werden. Oder es gibt an einem Ort ein besonders schönes Standesamt. Bedenkt dabei, wie viele Gäste eventuell von weiter her anreisen müssten und eine Übernachtungsmöglichkeit bräuchten.

Oder möchtet ihr dem ganzen Trubel entfliehen und verbindet die Trauung gleich mit der Hochzeitsreise? Das Heiraten am Strand wird in Zeiten der Billigflüge immer beliebter. Viele Reisebüros und Wedding Planner können dabei helfen.

Falls ihr euch vielleicht unter freiem Himmel trauen lassen oder in der Natur heiraten möchter, dass lest dazu unsere Ratgeberartikel “Trauung im Freien” und “Hochzeit im Freien“.

Auch wenn es banal klingt, der Hochzeitstag soll ja der schönste Tag in eurem Leben werden – deswegen solltet ihr euch uneingeschränkt wohlfühlen, wo ihr heiratet.

In welchem Stil möchten wir heiraten?

Diese Frage kommt euch vielleicht komisch vor. Aber es gibt so unendlich viel Möglichkeiten, dass ihr euch darüber schon Gedanken machen solltet. Soll es eher einfach, ländlich, romantisch, prunkvoll, ausgefallen sein? Dabei sind sich Braut und Bräutigam nicht immer direkt einig.

In unserem Artikel “Muss die Hochzeit “vintage” sein?” beleuchten wir den Trend und stellen Alternativen vor – hier könnt ihr euch inspirieren lassen!

Hochzeit Schloss

© Henner – Fotolia.com

Die Auswahl der Lokalität und des Ortes ganz allgemein hängt natürlich eng mit dieser Frage zusammen. Wie wäre es mit einer romantischen Burg, einem märchenhaften Schloss oder soll es doch lieber das gemütliche Lieblingsrestaurant oder ein elegantes Hotel sein? Auch eine urige Scheune wäre denkbar.

Fehlt euch noch die zündende Idee? Vielleicht findet ihr in unserem Branchenbuch etwas oder ihr kontaktiert einen Hochzeitsservice.

Wenn ihr euch für eine etwas ausgefallenere Mottohochzeit entscheidet – z.B. im mittelalterlichen Stil – solltet ihr das auch den Gästen rechtzeitig mitteilen, damit diese dann ihre Garderobe darauf abstimmen können.

Wie viel Geld können/möchten wir ausgeben?

Eine leidige aber sehr wichtige Frage. Oft werden die Kosten für eine Hochzeit unterschätzt. Deshalb solltet ihr gleich zu Beginn überlegen, was ihr ausgeben möchtet. Werden sich unter Umständen die Eltern an den Kosten beteiligen? Klärt das möglichst frühzeitig, um entsprechend planen zu können, auch im Hinblick auf die Verlobungsfeier.

Prüft jede Entscheidung, egal ob Lokalität, Menü, Musik, sonstige Unterhaltung, Kleidung, Blumen, freier Theologe, etc. immer mit Blick auf das Budget, um die Kosten stets unter Kontrolle zu haben.

Vielleicht ist eure Traumhochzeit mit eurem Budget nicht in allen Details durchführbar. Überlegt in diesem Fall reiflich, an welchen Punkten ihr bereit seid, Abstriche zu machen. Die Hochzeit muss deswegen nicht weniger traumhaft werden. Ihr wollt euer neues, gemeinsames Leben ja auch nicht mit Schulden beginnen. Gerade Kleinigkeiten wie Trinkgelder, Ringkissen, Gästebuch etc. werden in der Kostenplanung leicht vergessen.

Verlobungsfeier Getränke Sektempfang

© Kzenon – Fotolia

Auch für Getränke solltet ihr mindestens die gleiche Summe einplanen wie für das Menü, damit ihr in diesem Punkt keine böse Überraschung erlebt.

Denkt daran, dass z.B. an einem heißen Tag sehr viel Wasser getrunken wird oder dass am Abend schnell ein paar Schnapsrunden zusammen kommen oder die ein oder andere Weinflasche vernichtet wird.

Einen Budgetplaner für eure Hochzeit könnt ihr hier downloaden.

Eventuell kommt ja auch ein Hochzeitskredit für euch in Frage.

Wenn diese Fragen geklärt ist, könnt ihr gut gerüstet in die genauere Planung einsteigen und euch nach einer Lokalität, Kirche, Band etc. umsehen.

Unser Tipp: 100 Hochzeit-Checklisten

Für alle zukünftigen Brautpaare, die sich eine stressfreie Hochzeitsvorbereitung wünschen, können wir unser Buch “100 Hochzeit-Checklisten” empfehlen.

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