Standesamtliche Trauung
zurück zum RatgeberRechtlich verbindlich ist nur die standesamtliche Trauung, weshalb sie auch Voraussetzung für die kirchliche Trauung war. Aber seit 2009 ist eine kirchliche Trauung auch ohne die standesamtliche Trauung möglich. Diese Trauung ist aber dann nicht rechtlich verbindlich.
Anmelden können Sie sich frühestens sechs Monate vor Ihren gewünschten Trautermin. Die nötigen Formalitäten finden Sie in unserem Lexikon (Anmeldung zur Eheschließung).
Vor allem wenn Sie nur standesamtlich heiraten möchten, sollten Sie sich ein paar Gedanken über die Trauung machen, da dies ja Ihre einzige Trauzeremonie sein wird.
In welchem Standesamt trauen lassen?
Überlegen Sie sich in welchem Standesamt Sie heiraten möchten. Nicht jedes Trauzimmer ist gleich schön und entspricht Ihrem Geschmack. Immer mehr Standesämter bieten auch Trauungen in besonderen Räumlichkeiten oder unter freiem Himmel an. Fragen Sie bei den Standesämtern in Ihrer Umgebung nach, welche Möglichkeiten es gibt und auch welche Zusatzkosten eventuell entstehen. Einige Standesämter bieten auch Trauungen am Samstag an, diese Termine sind natürlich sehr begehrt und kosten eine kleine Extra-Gebühr.
Was muss ich für eine standesamtliche Trauung beachten?
Führen Sie auch mit dem zuständigen Standesbeamten ein Vorgespräch. Dabei können Sie klären, wie die Zeremonie ablaufen soll. Es kommt natürlich auch auf den Standesbeamten an, wie flexibel er/sie sich hier zeigt.
Besprechen Sie auch, ob der Ringwechsel während der Zeremonie stattfinden soll (nicht nötig, wenn Sie gleich anschließend kirchlich heiraten).
Besprechen Sie auch, ob und in welcher Form eine musikalische Untermalung (Live oder vom Band) möglich ist.
Musikvorschläge finden Sie im Artikel Musik für die Trauung.
Klären Sie auch, wie viele Personen im Trauzimmer Platz finden, das kann sehr unterschiedlich sein. Vor allem wenn Sie nur standesamtlich heiraten wollen, möchten sie sicher möglichst viele Ihrer Gäste auch bei der Trauung dabei haben.
Wenn Sie nur standesamtlich heiraten, müssen Ihre Freunde und Bekannten trotzdem nicht auf Bräuche wie Spalier stehen oder Baumstammsägen verzichten. Solche Spiele sind natürlich auch nach der standesamtlichen Trauung möglich.
Ob Reis geworfen werden darf, sollten Sie allerdings vorher klären, damit Sie keinen Ärger mit den Behörden bekommen (Rutschgefahr, Reinigungskosten).
Vielleicht eignet sich der Platz vor dem Standesamt auch für einen kleinen Sektempfang oder es stehen sogar Räumlichkeiten dafür zur Verfügung. Fragen Sie einfach nach.
Sie sehen, dass auch eine standesamtliche Trauungszeremonie durchaus feierlich gestaltet werden kann. Es kommt auf Ihre Fantasie, das Entgegenkommen des Standesbeamten und natürlich die Auswahl des Standesamtes an.
Natürlich dürfen Sie auch im weißen Brautkleid vor den Standesbeamten treten, wenn Sie das möchten!
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