Hochzeitszeitung

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Eine Hochzeitszeitung zu erstellen ist eine schwierige Aufgabe, falls man nicht gerade von Beruf Journalist ist. Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Artikel einige nützliche Tipps geben können.

Mitarbeit

Es dürfen natürlich alle mitmachen, die Lust dazu haben etwas zu schreiben oder anderweitig zu helfen. Allerdings sollten alle diese Aufgabe ernst nehmen, es soll ja ein vorzeigbares Ergebnis herauskommen. Jemand, der sowohl das Brautpaar als auch beide Familien und die Freundeskreise kennt, sollte die Koordination in die Hand nehmen und als „Chefredakteur“ fungieren. Wichtig ist hierbei auch, eine klare „Deadline“ für die Artikel zu setzen. Immerhin haben Sie wie die „echten“ Zeitungen einen festen Erscheinungstermin, zu dem alles fertig sein muss. Daher sollte dieser Termin mindestens 1 Woche vor der Hochzeit sein. Bei manchen Schreibern wird man um die Anwendung sanften Drucks nicht herumkommen (mehrmals nachfragen, immer wieder anrufen, etc...).

Aufgaben

Natürlich ist viel mehr zu tun als „nur“ die Artikel zu schreiben.

  • Ein Layout muss erstellt werden, d.h. die Anordnung der Artikel in der Zeitung und Ihre grafische Darstellung. Dies lässt sich auch mit einer Textverarbeitung wie Word bewerkstelligen, aber Kenntnisse mit einem Grafikprogramm wie Adobe Photoshop können nicht schaden und bringen bessere Ergebnisse.
  • Die Zeitung muss gedruckt werden. Dies kann man am heimischen PC-Drucker machen. Ein Prototyp wird in hoher Qualität gedruckt und dann z.B. im Copy - Shop vervielfältigt. Achten Sie darauf, genügend Exemplare zu kopieren!
  • Die einzelnen Blätter müssen zu einer Zeitung gebunden werden. Hierfür gibt es verschiedene Verfahren. Vom Schnellhefter bis zur professionellen Bindung ist alles möglich, ist aber eine Kostenfrage. Die meisten Copy – Shops bieten als Service an, Kopien auch zu binden. Erkundigen Sie sich einfach mal nach den Kosten der unterschiedlichen Verfahren.
  • Ein Gefäß für das Einsammeln des Geldes wird benötigt. Eine kleine Spardose ist hier ausreichend, Ihren Phantasien sind aber keine Grenzen gesetzt.

Themen

Die Hochzeitszeitung soll unterhalten und informieren zugleich. Sie dürfen daher Ihrer Kreativität und Ihrem Humor freien Lauf lassen. Dass die Zeitung nichts enthalten sollte, was für jemanden (zu) peinlich oder gar beleidigend sein könnte, versteht sich von selbst. Hier einige Themenvorschläge:

  • Steckbrief von Braut und Bräutigam (gerne auch mit Kinderfotos oder mehreren Fotos, welche die Entwicklung über die Jahre zeigen)
  • Geschichte des Kennenlernens
  • Witze und andere Sachen zum Schmunzeln über das Thema Ehe (Zitate von Prominenten, fingierte Kleinanzeigen, etc...)
  • Ein Kreuzworträtsel mit Fragen über das Brautpaar
  • Beschreibungen von Braut und Bräutigam aus Sicht ihres jeweils besten Freundes • Gedichte zu den Themen Ehe und Liebe
  • Glückwünsche von Leuten, die leider nicht zur Feier kommen konnten
  • Abdruck der Ansprachen des Abends (rechtzeitig die endgültige Fassung besorgen!)
  • Die Ehejubiläen (siehe Lexikonartikel „Jubiläum“)
  • Stammbäume der beiden Familien
  • Informationen über das Ziel der Hochzeitsreise
  • Interview mit den Brautleuten über den jeweils anderen

Außerdem benötigt natürlich jede Zeitung einen kurzen Leitartikel des Herausgebers, ein Impressum und eine Titelseite. Natürlich darf auch dies alles mit Humor gewürzt werden.

Zeitplan

Natürlich sollten Sie nicht planlos an die Erstellung der Hochzeitszeitung herangehen. Zuerst sollten Sie sich in die Recherche stürzen. Hier erkennen Sie sehr schnell, welche der oben genannten Themen Sie mit Inhalt füllen können und welche nicht. So wird sich ein Stammbaum der beiden Familien eventuell nicht erstellen lassen, weil zu wenig Informationen vorhanden sind, die Ansprachen während der Feier werden erst ganz knapp vorher fertig werden, etc... Konzentrieren Sie sich daher auf das Machbare!

Dann sollten die Themen an die einzelnen Schreiber verteilt werden und zwar so, dass sich niemand übernimmt, evtl. können aufwändigere Themen aufgeteilt werden.

Während die Artikel in Bearbeitung sind, informiert man sich bereits über die Möglichkeiten der Vervielfältigung und der Bindung. Außerdem kann man sich bereits eine grobe Gliederung überlegen, so dass die einzelnen Artikel nur noch an die zugewiesene Stelle eingesetzt werden müssen (Problem hierbei: Man weiß nicht genau, wie lange die Artikel jeweils sein werden). Auch die Spardose kann man bereits lange im Voraus kaufen. Nach Fertigstellung und Korrektur (Rechtschreibung und Grammatik) der Artikel muss das Endlayout gemacht werden. Nun kann Ihr Werk in Druck gehen und wird gebunden.

Verteilen sollten Sie die Hochzeitszeitung erst zu späterer Stunde, sonst lenkt sie die Gäste zu sehr vom Geschehen auf der Feier ab. Allerdings darf sie auch nicht zu spät verteilt werden, denn sonst besteht die Gefahr, dass manche Gäste bereits auf dem Heimweg sind! Zum Schluss überreichen Sie dem Brautpaar die Spardose, die hoffentlich prall gefüllt ist.



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