
Aussteuer
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Wenn man erst mit der Ehe einen gemeinsamen Haushalt gründet, so fehlt zuerst einmal alles: Besteck, Geschirr, Handtücher, Bettzeug, und und und... Und dafür soll die Aussteuer dienen.
Traditionellerweise wurde die Braut als zukünftige Hausfrau von Ihren Eltern mit dem Nötigsten ausgestattet. Dies wird Aussteuer genannt und oftmals bekam sie eine solche Aussteuer bereits zur Konfirmation/Kommunion geschenkt.
Die Aussteuer kann auch als modernere (aber inzwischen dennoch überholte) Form der Mitgift angesehen werden.
Heute ist der Begriff Aussteuer etwas aus der Mode gekommen, Haushaltsartikel aber sind immer noch sehr beliebte Hochzeitsgeschenke.
Was ist die Aussteuerversicherung?
Früher gab es zur Absicherung der Aussteuer der Kinder eine sogenannte „Aussteuerversicherung“, die bei Volljährigkeit (und damit dem Eintritt ins heiratsfähige Alter) einen bestimmten Betrag auszahlte, der für die Anschaffung des Hausrats gedacht war.
Heute ist die Aussteuerversicherung eine Sonderform der Lebensversicherung. Die Aussteuerversicherung zahlt die Aussteuer nämlich auch dann, wenn der Vertragsnehmer verstirbt. Diese Form der Aussteuerverischerung wird heute aber kaum noch genutzt. Stattdessen wird meist eine einfache Lebensversicherung abgeschlossen, um so die Aussteuer im Todesfall der Eltern zu finanzieren.
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