Hochzeitsbilder Tipps vom Profi

Die ist ein Gastartikel von Thomas Kaltenecker. Er ist professioneller Fotograf und hat sich unter anderem auf Hochzeitsfotografie spezialisiert. Er gibt euch einen guten Überblick darüber, was ihr alles über das Thema Hochzeitsfotos wissen solltet. Wenn ihr mehr über ihn erfahren wollt, könnt ihr auf seine Webseite www.foto-elemente.de gehen.

Schon sehr kurze Zeit nach dem Hochzeitsantrag beginnt die Phase der Hochzeitsvorbereitungen…
Wo möchten wir heiraten? Welche Kirche sollte es sein? Wen möchten wir einladen? Wo sollte die Feier stattfinden? Welches Hochzeitsmenü wählen wir?

Doch wurde da nicht ein wichtiger Punkt vergessen? Ach ja, richtig – wir brauchen ja noch einen Fotografen… oder sollten wir die Bilder selber machen? Da ist doch noch dein Onkel, der fotografiert doch auch so toll, sollte nicht dieser unsere Hochzeit fotografieren?

Mit diesem Artikel möchte ich euch in Bezug auf die Hochzeitsfotografie ein paar wertvolle Tipps mit auf euren Vorbereitungs-, sowie für euren gemeinsamen Weg geben.

Die Hochzeit ist für viele Menschen der persönlichste, wichtigste und schönste Tag des Lebens. Gerade dieser Tag wird in Gedanken unvergessen bleiben. Anhand der Bilder, die an diesem Tag entstehen werden, kann man sich immer wieder auf eine Reise zurück an diesen großen Tag begeben. Und somit kann dieser anhand der Bilder immer wieder neu erlebt werden.

Es darf daher nie vergessen werden, dass sich dieser Tag niemals wiederholen lässt. Dabei trägt der Fotograf eine große Verantwortung, denn auch er hat nur eine Chance, diesen Tag mit seiner Kamera festzuhalten.

Die wichtigsten Fragen zum Thema Hochzeitsfotos

Ein wichtiger Teil der Hochzeitsfotografie besteht bereits darin, diese möglichst präzise vorzubereiten. Welche Fotos werden gewünscht? Sollten es Portraitaufnahmen sein? Dazu noch eine fotografische Begleitung während der kirchlichen Trauung? Ebenfalls die Fotografie nach der Kirche mit den damit verbundenen Glückwünschen? Werden Fotos der kompletten Feier, bzw. zu einem Teil der Feier benötigt? Gibt es Programmpunkte, die einem besonders wichtig sind, und auf die man den Fotografen hinweisen sollte?

Wo sollen die Brautpaarfotos (Hochzeitsportraitaufnahmen) entstehen? Wann sollen diese entstehen? Wie sind zu dieser Zeit die Lichtverhältnisse an diesem Ort? Wann lässt sich dieses Shooting in den meist sehr knapp bemessenen Tagesablauf integrieren? Was ist zu beachten, wenn es regnen sollte? Wie sieht mein Plan B aus, sollte es – man wünscht es keinem Paar – doch regnen?

All diese Fragen gilt es zu beantworten, schon im Vorfeld des großen Tages, denn je genauer die Planung im Vorfeld möglich ist, umso weniger bleibt zur spontanen Planung am Hochzeitstag übrig. Sowohl das Brautpaar hat diese Vorbereitungen zu treffen, als auch der Fotograf, der diesen Tag begleiten darf.

Er sollte stets mit seinem Rat zur Seite stehen, sollte auch ständiger Ansprechpartner für offene Fragen sein. Denn er besitzt die Erfahrungen, und kann somit sein Wissen weiter geben.

Ich selbst biete meinen Kunden immer die Möglichkeit der jederzeitigen Kontaktaufnahme an, um offene Fragen zu klären und somit dazu beitragen zu können, dass das Brautpaar im Bezug der Fotografie möglichst wenig Stress haben wird.

Ohne richtige Ausrüstung gibt es keine schönen Hochzeitsfotos

Desweiteren sollte bei der Planung der Fotografie eine genaue Abstimmung der Fotografie an sich, mit dem Brautpaar vorgenommen werden. Denn die Bildergebnisse sind nur gut, wenn diese auch den Erwartungen des Brautpaares entsprechen. Ich selbst rate immer dazu, sich mit dem Brautpaar einige Zeit vor dem „großen Tag“ zu treffen um die Fotografie miteinander durchzusprechen. Dies bietet ebenfalls die Gelegenheit, sich vorher kennenzulernen, sollte man sich dazu entscheiden, einen professionellen Fotografen, der einem persönlich bisher unbekannt ist, zu beauftragen. Dies trägt auch einen wesentlichen Teil dazu bei, die Atmosphäre am großen Tag vertrauter zu gestalten.

Die weiteren Vorbereitungen liegen selbstverständlich auch darin, das Equipment entsprechend vorzubereiten. Dabei gilt es, seine Kameraausrüstung auf die jeweiligen zu fotografierenden Ereignisse und Anforderungen anzupassen. Für die Hochzeitsportraitaufnahmen sollten sowohl Standardbrennweiten, als auch Teleobjektive verwendet werden. Somit besteht immer die Möglichkeit, unterschiedliche Aufnahmen zu verwirklichen. Ebenfalls sollte man auf lichtstarke Objektive zurückgreifen, um die Blende entsprechend einstellen zu können, damit das Brautpaar vor „verschwommenden Hintergrund“ fotografiert werden kann.

Unverzichtbar sind diese lichtstarken Objektive auch bei der Fotografie in Kirchen, da in diesen meistens ohne Blitz fotografiert wird (oder werden darf), bzw. dieser auch mal ausgeschaltet werden sollte. Zum einen um die Zeremonie möglichst wenig zu stören, zum anderen um die vorhandene Lichtstimmung beibehalten zu können.
Ebenfalls ist es wichtig mit einer Kamera zu arbeiten, die auch mit hohen ISO-Werten rauschfreie, oder zumindest rauscharme Bilder verwirklichen kann.

Bei einer Hochzeitsreportage ist ebenfalls ein Telezoom ratsam, welches möglichst eine hohe Brennweite abdecken kann. So ist man flexibel auf die Ereignisse eingestellt, die während des Tages spontan eintreffen werden. Doch sollte dieses Objektiv genau gewählt werden, denn die meisten, die eine zu hohe Brennweite abdecken, lassen keine qualitativ hochwertige Aufnahmen zu. Neben der Kamera und den Objektiven sollten immer die Akku´s vollgeladen sein, und es sollte immer an Ersatzakkus gedacht werden.

Ebenfalls sollte ein geeigneter Blitz verwendet werden, wobei hier möglichst auf einen Aufsteckblitz zurückgegriffen werden sollte. Dieser erlaubt es, auch „indirekt“ zu blitzen. Ebenfalls wird bei Verwendung von diesem der Effekt der „roten Augen“ ausgeschlossen.

Ebenfalls wird dazu geraten, eine Ersatzkamera bereit zu halten. Sollte eine Kamera aus welchen Gründen auch immer ausfallen, so kann auf diese zurückgegriffen werden.

Das richtige Verhalten des Fotografen

Wenn dann der große Tag bevorsteht, die Aufregung beim Brautpaar am Höhepunkt angekommen ist, dann liegt die weitere Kunst des Fotografen darin, eine lockere, entspannte Atmosphäre zu schaffen, in welcher dann die wunderschönen Brautpaaraufnahmen entstehen werden. Dabei ist es wichtig, das Brautpaar entsprechend aufzulockern, und sich genau in dieses reinzuversetzen, damit möglichst natürliche Bilder entstehen werden, die zu dem jeweiligen Brautpaar und deren Persönlichkeiten in Einklang gebracht werden können. Auch liegt die Kunst des Fotografen darin, vorausschauend zu denken um sich gedanklich schon auf das nächste Ereignis einzustellen, welches fotografiert werden sollte und welches nicht verpasst werden darf. Dies ist gerade im Bereich der Hochzeitsreportage sehr wichtig.

Selber machen oder doch lieber einen Profi ranlassen?

Generell spricht nichts dagegen, selbst zu fotografieren, bzw. den „Onkel“ fotografieren zu lassen. Jedoch sollte bedacht werden, dass es keine Wiederholung des Tages geben wird, somit hat man nur eine Chance, alles „in den Kasten“ zu bekommen. Der Person aus dem Bekanntenkreis, welche die Fotografie übernehmen sollte, muss bewusst sein, welche Verantwortung sie trägt und welche – auch wenn es oft nicht formuliert wird – Erwartungshaltungen an diese gestellt werden.

Selbst rate ich – nicht nur um selbst beauftragt zu werden – immer dazu, einen Profi zu buchen. Dieser hat die Erfahrung und somit auch die notwendige Ruhe, diesen großen Tag „festzuhalten“, zum anderen besitzt dieser auch das entsprechend (teure) Equipment, welches zu sehr guten Ergebnisse führen wird.

Gerne rate ich auch dazu, die wichtigsten Momente einem Profi zu überlassen, und einen Bekannten zur anschließenden Feier zu „beauftragen“. Die Stimmung ist zu diesem Zeitpunkt entspannter, somit wird es auch für den (ja eigentlichen Hochzeitsgast!) Bekannten angenehmer und ebenfalls entspannter sein. Sehr gerne kann sich dieser dann auch noch den einen oder anderen Tipp beim Profi zur „Übernahme der Fotografie“ einholen.

Mit diesen wertvollen Tipps wünsche ich euch eine weitere gute Vorbereitung eurer Hochzeit und eine glückliche gemeinsame Zukunft, sollten wir nicht noch vorher voneinander hören…

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